Montag, 10. November 2008

Citibank


Die Citibank ist einer der größten Finanzdienstleister der Welt für Privatkunden. Sie gehört zur Citigroup und hat ihren Hauptsitz in New York.

Geschichte

Sie wurde 1812 als City Bank of New York gegründet. 1894 wurde sie die größte Bank der USA. 1902 begann sie, international zu expandieren und wurde die erste große US-Bank mit einer Auslandsabteilung. Bis 1930 wurde sie die weltgrößte Bank mit 100 Filialen in 23 Ländern außerhalb der USA. Während und nach dem 2. Weltkrieg betreute die Bank die amerikanischen Geschäfte (z. B. Ford und Standard Oil) des Nazi-Regimes. 1955 wurde sie in The First National City Bank of New York umbenannt, 1962 in First National City Bank und 1976 in Citibank. 1989 betrug die Bilanzsumme der damals als Citicorp firmierenden Muttergesellschaft rund 227 Milliarden US-Dollar.

Inzwischen ist die Citibank laut eigenen Angaben in über 100 Ländern auf allen 6 Kontinenten vertreten. Sie bedient 300 Millionen Kunden weltweit und beschäftigt in Deutschland rund 6000 Mitarbeiter.

Als Grund für die Schreibweise mit 'i' wird oft angegeben, dass die Schreibweise aufgrund von Problemen der Fernschreiber mit dem 'Y' gewählt wurde. Mal wird behauptet, die Fernschreiber haben keine 'Y'-Taste gehabt, mal dass das Fernschreib-Alphabet kein 'Y' enthalten habe. Was tatsächlich der Grund für die Wahl der Schreibweise war, ist aber durch keine verlässliche Quelle belegt.

Deutschland

Die Citibank in Deutschland hat rund 3,25 Millionen Kunden und beschäftigt 6.800 Mitarbeiter in mehr als 340 Filialen. Die Citibank bietet unter anderem Girokonten an und ist Marktführer bei Konsumentenkrediten.

Die Citibank gibt an, schon im Jahre 1926 über die Kundenkreditbank (KKB) im ostpreußischen Königsberg als erste Privatkundenbank in Deutschland aufgetreten zu sein. Die KKB Kundenkreditbank in Düsseldorf wurde im Jahre 1973 von der First National City Bank of New York übernommen und im Jahre 1991 in Citibank Privatkunden AG umbenannt.

Im Juli 2008 wurde bekannt gegeben, dass die Crédit Mutuel die Deutschland-Tochter der Citibank kauft, der Preis beträgt 4,9 Milliarden Euro zuzüglich der im Geschäftsjahr 2008 bis zum Zeitpunkt der Übernahme erzielten Gewinne. Für eine Übergangszeit wird das Institut weiterhin den Namen Citibank tragen.

Konzernstruktur

In Deutschland ist die Citibank unter anderem durch die folgenden Gesellschaften vertreten:

* die Citibank Privatkunden AG & Co. KGaA mit Hauptsitz in Düsseldorf, die 2004 durch Umfirmierung aus der Citibank Privatkunden AG entstand. Seit dem 30. September 1991 firmiert die deutsche Citicorp-Tochter unter dem Namen Citibank, nachdem sie zuvor die Kundenkreditbank (KKB) bzw. deren Kundenstamm übernommen hatte.

* die Citicorp Dienstleistungs GmbH, mit Geschäftssitz in Duisburg. Gegründet wurde die Citicorp Dienstleistungs GmbH 1999 als Tochterunternehmen der Citibank Privatkunden AG.

* die Citigroup Global Markets Deutschland AG & Co. KGaA in Frankfurt am Main.

* die Citicorp Deutschland GmbH in Düsseldorf als Management Holding der anderen Gesellschaften in Deutschland.

* 2001 folgte die Gründung der Citifinanzberatung GmbH mit Sitz in Düsseldorf, bei der die mobilen Kundenberater angestellt sind. Dieses Tochterunternehmen ist das momentan am schnellsten wachsende. Die Mitarbeiterzahl der „MSF“ („Mobile Sales Force“, wie die Außendienstmitarbeiter bei der Citibank genannt werden) liegt Ende 2006 bei ca. 180.

Kritik an der Citibank

Das Bild der Citibank in der Presse ist zwiespältig. Zwar wird die Citibank als 'kundenorientierteste Bank Deutschlands 2006' ausgezeichnet (einem Titel vergeben von der Universität St. Gallen, dem Handelsblatt und Steria Mummert Consulting), gleichzeitig wird die Citibank regelmäßig wegen ihrer Kreditvergabepraxis kritisiert (z.B. vom Verbraucherschutz oder Plusminus). Aufgrund ihres schlechten internationalen Ansehens startet die Citibank im Jahre 2004 eine neue internationale Kampagne „Unsere gemeinsamen Verantwortlichkeiten“

Sportsponsoring

Seit 1. Juli 2007 ist die Citibank Hauptsponsor des Fußballklubs Werder Bremen. Das Unternehmen soll dem Bundesligisten jährlich 6,4 Mio Euro in den kommenden drei Spielzeiten zahlen. Die Citibank bleibt auch nach dem Verkauf an Crédit Mutuel weiterhin Hauptsponsor des Fußballvereins, da der Vertrag mindestens bis 2010 läuft.

Quelle: www.wikipedia.de

Frankfurter Sparkasse (1822 direkt)


Die Frankfurter Sparkasse ist eine der größten Sparkassen in Deutschland. Sie gehört zur Landesbank Hessen-Thüringen und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

Rechtsstruktur

Die Frankfurter Sparkasse entstand am 8. März 1989 durch den Zusammenschluss der Frankfurter Sparkasse von 1822, einer Tochter der Polytechnischen Gesellschaft, mit der Stadtsparkasse Frankfurt, damals noch als Freie Sparkasse in der Rechtsform wirtschaftlicher Verein.

Am 30. August 2005 wurde die Sparkasse in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt und von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gekauft. Die Helaba hält 100 % der Aktien der Frankfurter Sparkasse. Am 1. Juli 2007 wurde die Rechtsform in eine Anstalt des öffentlichen Rechts geändert.

Vorsitzender des aus neun Mitgliedern bestehenden und mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Vertretern besetzten Verwaltungsrates ist Dr. Günther Merl.

Geschäftsausrichtung und Geschäftserfolg

Die Frankfurter Sparkasse ist mit einer Bilanzsumme von 17,6 Mrd. EUR (31. Dezember 2007) und einem Haftenden Eigenkapital von 775 Mio. EUR die viertgrößte Sparkasse Deutschlands. Sie ist ein Tochterunternehmen der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und Mitglied der Sparkassen-Finanzgruppe.

Sie hat 99 Filialen und Betreuungscenter sowie über 1.900 Mitarbeiter.

Die Frankfurter Sparkasse betreut mehr als 400.000 private Kunden und nahezu 40.000 Selbständige, Gewerbetreibende und Unternehmen.

Die Sparkasse ist im gesamten Frankfurter Stadtgebiet und in den Umlandgemeinden Bad Soden (Taunus), Bad Vilbel, Dreieich (Sprendlingen), Eschborn (Taunus), Friedrichsdorf (Taunus), Hanau, Hofheim (Taunus), Kronberg-Oberhöchstadt, Maintal (Bischofsheim), Maintal (Dörnigheim), Neu-Isenburg, Oberursel (Taunus), Offenbach, Schwalbach am Taunus, Steinbach (Taunus) vertreten.

Tochtergesellschaften und bedeutende Beteiligungen

* 1822direkt GmbH (100 %)

* Versicherungsservice der Frankfurter Sparkasse (VFS) (100 %)

* Frankfurter Bankgesellschaft AG (100 %)

* Bankservicegesellschaft Rhein-Main mbH (50 %)

* Corpus Immobiliengruppe GmbH & Co. KG (25 %)

Die Sparkassen-Informatik erwarb zum 1. Oktober 2007 den Anteil an der 1822 S iNFORM Software GmbH.

Geschichte

Am 12. Juni 1822 eröffnete in der Großen Sandgasse die erste Geschäftsstelle der Frankfurter Sparkasse von 1822. Am 11. Januar 1860 wurde die Sparkasse der Stadt Bockenheim gegründet. 1895 nach der Eingemeindung Bockenheims firmierte die Sparkasse der Stadt Bockenheim in Städtische Sparkasse Frankfurt am Main um. Am 8. März 1989 fusionierten die beiden Geldhäuser. Da die Frankfurter Sparkasse von 1822 die größere der beiden war, übernahm das neue Institut deren Farben blau und gelb. Außerdem wurde die Sparkasse durch ein neues Logo (Raute aus drei waagerechten gelben Balken und der Zahl 1822) repräsentiert.

2004 geriet die Frankfurter Sparkasse in eine schwere finanzielle Krise. Ein hoher Wertberichtigungsbedarf für das Geschäftsjahr 2003 zehrte die Rücklagen auf. Im Frühjahr 2004 trat der damalige Vorstandsvorsitzende von seinem Amt zurück und schied später auf Druck der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auch aus dem Verwaltungsrat aus. Nach einer Prüfung des Jahresabschlusses 2003 forderte die BaFin zudem die sofortige Abberufung zweier weiterer Vorstandsmitglieder, die im Oktober 2004 fristlos entlassen wurden. Da die bisherigen Anteilseigner keine Kapitalerhöhung finanzieren konnten, wurde das Institut in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und verkauft. Im Februar 2005 übernahm die Landesbank Hessen-Thüringen sämtliche Anteile. Gegen den Verkauf an eine Privatbank, für den es ebenfalls Interessenten gegeben hatte, hatten politische Bedenken bestanden.

Im Zuge der Übernahme wird auch das Corporate Design, das bisher von einem eigenen 1822-Logo und den Farben Blau und Gelb geprägt war, seit 29. Mai 2006 auf das einheitliche Sparkassen-Auftreten mit „S“-Logo und der Farbe Rot umgestellt. Der Begriff 1822 bleibt zwar als Schriftzug erhalten, jedoch verschwindet er aus dem offiziellen Sprachgebrauch und den Produktnamen der Sparkasse.

Quelle:www.wikipedia.de